Kontrollierte Wohnraumlüftung in unserer Schule


Maximale Aerosolsicherheit durch aktive kontrollierte Wohnraumlüftung.

 

Unsere Schule wurde von 2010 bis 2015 generalsaniert.

 

Dabei wurden in allen Klassen und Funktionsräume genauso wie im Lehrer/innen-Büro (vormals Konferenzzimmer) kontrollierte Wohnraumlüftungen – insgesamt 16 voneinander unabhängige Wohnraumlüftungsanlagen - eingebaut.

 

Die Überlegungen waren:

 

  • CO2 Kontrolle in allen Klassen- und Arbeitsräumen (Schulküche, technischer und textiler Kreativraum, Vortrags- und Physiksaal, Instrumentalzimmer, Zeichensaal, Schulbibliothek, Lehrer/innen-Büro, Bewegungsraum, Sporthalle, Tischtennisraum etc.), um die Konzentrationsfähigkeit der Jugendlichen und Pädagog/inne/n hoch zu halten.

 

  • Die CO2-Detektoren kontrollieren den Kohlendioxidgehalt der Luft in jeder Klasse unabhängig voneinander und starten die Lüftung (für jede Klasse individuell steuerbar) bei 900 – 1.000 ppm CO2-Gehalt und schalten die Lüftung bei Erreichen von 500 ppm wieder aus.  (Dies ist aus Energiespargründen insofern sehr wichtig, damit die Klassen während Aufenthalten der Schüler/innen in Funktionsräumen oder in der Freiluftklasse nicht unnötig belüftet werden.) Die Anlagen wurden entsprechend dimensioniert, um den Lufttausch ohne spürbare Strömung zu gewährleisten. Die Luft einer Klasse wird so in einer Zeitspanne von fünf bis zehn Minuten zu Gänze getauscht.

    Was sind Aerosole? Das bedeutet die feinste Verteilung schwebender fester oder flüssiger Stoffe in Gasen, besonders in der Luft wie z. B. Rauch oder Nebel. Im Zusammenhang mit Corona ist damit die Atemluft gemeint, die im Erkrankungsfall Viren enthalten kann. Durch kontrollierte Wohnraumlüftung wird die Atemluft der Schüler/innen und Lehrer/innen ständig aus der Klasse abgesaugt und durch Frischluft ersetzt.

 

  • Jede Wohnraumlüftungsanlage ist mit einem Wärmetauscher ausgestattet, um mittels Gegenstromverfahren besonders während der Heizperiode (Wir verwenden Bio-Nahwärme der Ybbsitzer Landwirt/innen) mit der Wärme der Lüftungsluft die Frischluft anzuwärmen.

 

  • Gesundheitliche – sprich infektiologische Überlegungen - waren bereits bei der Planung des Schulumbaus im Jahr 2010 ein Thema. Das war auch der entscheidende Grund dafür, die Wohnraumlüftungsanlagen nicht als Zentralanlage sondern als 16 voneinander unabhängige Anlagen zu realisieren, um ein hygienisches Risiko zwischen den Klassen von vornherein auszuschließen.
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